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Ein wunderschöner Tag begann schon um 5:00 Uhr Früh, als wir (Fritz und Arnold) zum Dolomitenmann nach Lienz aufbrachen. Dieser Tag sollte ein ganz besonderer werden, denn Fritz hatte einen Tandem Gleitschirm organisiert. Diesen galt es am heutigen Tage mit mir auszuprobieren, es sollte mein erster Gleitschirmflug werden...
"Sonnenaufgang 7:00 Uhr an der Dolomitenhütte..."
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Wer an einem so schönen Tag nicht fliegen geht ist selbst schuld, dachte sich wohl Werner Muchitsch, der heute auch nach Lienz fuhr. Nach einem kleinen Frühstück mit Werner in Oberdrauburg, trennten sich unsere Wege wieder und wir machten uns weiter auf nach Lienz.
Fritz und ich beschlossen auf die Laserz zu gehen, um von dort aus mit dem Gleitschirm starten zu können. Ich starrte gebannt auf die bizarren Felsformationen und der aus schroffem Dolomitgestein geformten Spitze die über uns hinausragte. Bepackt, wie zwei Sherpas am Himalaja ging es an den Aufstieg.
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An der Dolomitenhütte: Fritz mit unserem Gleitschirm - Gepäck.. |
Zuerst vorbei an einem gemütlichen Weg, bis die Waldgrenze erreicht war. Von Felsen und Geröll umringt ging es weiter zur Karlsbader Hütte. Die Schultern immer schwerer werdend, war es wohl eine Fügung, dass genau in dem Moment als ich mit meinem unbequemen Gepäck am Rücken haderte, ein Jeep an uns vorbei fuhr. Dieser hielt an. Drin war der Wirt der Karlsbader Hütte und wir überließen ihm den Weitertransport unseres Gepäcks. Von dieser Last befreit ging der Marsch recht angenehm weiter. An der Hütte angekommen, ging es leider wieder mit Rucksack weiter.
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Glücksgefühle ob der Wiedervereinigung mit meinem Rucksack. Irgendwie ging er mir schon ab...
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Nun begann der finale Aufstieg zur Laserz Spitze. Den Hang traversierend, stiegen wir empor. Nach 2.5 Stunden Aufstieg, war ich glücklich endlich oben zu sein. Der Fritz war wohl noch nie so langsam und unspektakulär auf einen Berg gestiegen, aber auch ihm gab das behutsame Tempo die Möglichkeit, dieses einmalige Bergkulisse so richtig zu genießen.
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Fritz konnte es nicht lassen. Müde des "normalen" Marschierens,
kletterte er virtuos an einer Abkürzung, was allen beteiligten
Zuschauern angesichts seiner Seilfreiheit den puren Schweiß ins Gesicht
trieb...
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Ahh, endlich geschafft. Am Gipfel in 2700m hatte es wohlige 25 Grad. Wir ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen... |
Einfach unvorstellbar diese Sicht. Vom Ankogel über die Hochalmspitze im Osten bis zum Mölltaler Gletscher und den zum Greifen nahen Großglockner, bis hin zum Großvenediger und den prachtvoll bizarren Felsformationen der Dolomiten im Westen war die Luft glasklar und rein.
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Der Großglockner war zum Greifen nah, so kristallklar war die Luft... |
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Die bizarren Felsformationen der Dolomiten - eine Augenweide... |
Nachdem wir uns am Gipfel labten und die wunderbare Umgebung ausgiebig fotografierten ging es an die Startvorbereitungen. Der Schirm wurde von Fritz sorgfältig aufgelegt und ich bekam mein Fluggeschirr angezogen. Die Startstelle war sehr steil und mit kleinen Steinen und Felsen nur so übersät. Ein Startabbruch würde unweigerlich zu einer Katastrophe führen. Kurzzeitige Besorgnis meinerseits wich aber dem Vertrauen in das Können von Fritz. Als ich dann vorne eingehängt wurde, ging es los – stolpern verboten! Eine kleine thermische Ablösung reichte aus um den Schirm aufzurichten und nach kurzem Anlauf im steilen Gelände, hievte Fritz uns beide in die Luft. Ein magischer Moment – lautlos entschwebten wir dem Boden, vorbei an den schroffen Felsen der Laserz.
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Nach dem Start ging es vorbei an der Laserz Wand. Fliegen, Natur pur - Ganz schön beeindruckend... |
Von den Bergdohlen genau beobachtet flogen wir Richtung Rauchkofel. Die Anspannung wich und Enthusiasmus machte sich breit. So flogen wir Richtung Moseralm. Die Luft war heute so stabil, dass das E-Vario den ganzen Flug über nur einen kleinen Bieps von sich gab. Mit herrlichem Blick ins Pustertal entfernten wir uns rasch von den Dolomiten. Es wurde warm und man konnte den Geruch von Gras wahrnehmen.
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Fritz und ich mit Blick auf die Dolomiten... |
Eingetaucht in die ausgeprägte Talinversion, flogen wir über Lienz und konnten dem laufenden Dolomitenmannwettbewerb noch von oben zuschauen. Als Landestelle machten wir eine kleine Wiese vor einem Zirkuszelt aus. Im Landeanflug querten wir die Drau und setzen nach kurzem Ausschweben mit einer perfekten Landung auf. Was für ein Erlebnis.
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Die Wiese neben dem Zirkuszelt erschien uns als gute Landemöglichkeit.
Eine beneidenswerte Eigenschaft des Gleitschirmfliegens - "kein Stress
mit Außenlandungen" |
Nach diesem ausnahmslos ruhigen Flug packten wir den Schirm und spazierten auf den Lienzer Hauptplatz wo gerade das Finish des Rad-Wettbewerbes im Gange war.
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Das große Finale der "Härtesten unter der Sonne " am Lienzer
Hauptplatz...Fritz und ich verzichteten großmütig auf einen
Zieldurchlauf obwohl wir ja eigentlich auch Berglauf- und Gleitschirm-
Wettbewerb absolvierten...;)
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Auch Werner war an diesem Tag mit seiner SZD 55 geflogen, wurde aber auch Opfer der stabilen Luftmassen. Dieser Tag zeigte mir, wie facettenreich das Fliegen in seinen verschiedensten Ausprägungen sein kann und das es, egal wie, immer wundervoll ist dem Boden zu entschweben...
Das nachfolgende Video zeigt einen Ausschnitt des wunderschönen Fluges von der Laserz bis Lienz.
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